Coworking im "The 9th"

Nichts für Einzelgänger

Coworking-Space - was nach NASA und Weltraum klingt, ist eine seit Jahren erprobte Alternative für Freiberufler und Start-Ups. Aber wo kommt das Prinzip des geteilten Arbeitsraumes eigentlich her und was sind die Vor- und Nachteile? Technikjournal hat nachgefragt. // Von Maxim Abramov und Jonathan Kemper

02.01.2018 // “Lass mich dein Sklave sein” skandierte die Chemnitzer Indie-Rockband “Kraftklub” im jüngsten Album als ironische Hymne auf die guten, alten 9-to-5-Jobs, in denen die freie Entfaltung im Beruf gegen Desillusionierung und Automatenkaffee ausgetauscht wird. Der Zeitpunkt der Songveröffentlichung ist sicherlich kein Zufall, die sogenannte, selbstbestimmte “Freelancer”-Branche bekommt stetigen Zuwachs. Und die braucht Raum, den sie im so genannten “Coworking-Space” findet.

Technikjournal hat sich dafür im “The 9th” in der Bonner Innenstadt umgesehen sowie mit Gründer Cedric Teichmann und dem CENTIM-Direktor Frank Maikranz (Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand) gesprochen.

Coworking: Alle für einen und einer für alle

Wenn einem zu Hause “die Decke auf den Kopf fällt”, man sich schlichtweg nicht auf die eigentliche Arbeit konzentrieren kann und stattdessen lieber der zu waschenden Wäsche oder dem zu spülenden Geschirr widmet, ist ein Besuch im Coworking-Space eventuell eine Alternative. Aus alten Gewerbeflächen wird mit ein paar Tischen, Stühlen und Wlan ein Büro für mehrere Dutzend Freiberufler. Und mehr braucht es meistens auch nicht. Ein eigenes Büro lohnt sich in der frühen Phase eines Startups vielleicht noch gar nicht oder ist mit zu vielen Konditionen und Kosten verbunden.

Im Coworking-Space kann man sich stattdessen tage- oder monatsweise einmieten und trifft auf Gleichgesinnte. Im besten Falle haben sie gar nichts mit der eigenen Branche zu tun und ermöglichen so einen frischen Blick auf laufende Projekte oder gar das Austauschen von Jobs. Automatisch selbstdiszipliniert ist man aber auch im Coworking-Space nicht, da gehört noch immer ein bisschen Eigeninitiative zu.

Coworking-Spaces im Raum Bonn

Maxim Abramov

Jonathan Kemper

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