Sony Walkman mit Kopfhörer

Happy Birthday: 40 Jahre Walkman

In diesem Jahr feiert der Walkman sein 40-Jähriges Bestehen. Bandsalat kennt heute kaum noch jemand. Hört rein, wie sich die mobilen Abspielgeräte entwickelt haben. //Von Nathalie Fuchs

Der eigentliche Erfinder war ein Deutscher

Seit der Markteinführung 1979 hat Sony weltweit über 335 Millionen Walkmans verkauft. Doch der eigentliche Erfinder des tragbaren Kassettenspielers war ein Deutscher, der nichts von dem Erfolg abbekam. So wurde 1989 in England Klage gegen Sony eingereicht. Denn bereits 1977 hatte der Deutsche Andreas Pavel ein ähnliches Produkt entwickelt, den „Stereobelt“, und es zum Patent angemeldet. Nach jahrelangem Rechtsstreit verlor Pavel jedoch das Verfahren und ihm wurde das Patent entzogen. Pavel hatte allerdings nicht nur in England sein Patent angemeldet und drohte Sony damit, sie auch in anderen Ländern zu verklagen. Doch soweit kam es nie, denn nach dem Tod von Sony-Firmengründer Akio Morita kam es zu einer Einigung zwischen dem Unternehmen und Pavel.

Während des Rechtsstreits entwickelte sich die Reihe der Walkmans weiter. Der Minidisc-Walkman kam 1991 auf den Markt. Mit diesem Gerät war es nicht nur möglich Musikabzuspielen, man konnte sogar eigene Geräusche aufnehmen.

Timeline über die Entwicklung der Musikplayer von 1979 bis 2007

Entwicklung der Musikplayer von 1979 bis 2007; Bildquellen unter dem Text.

Die Interviewpartner

Manfred Bretz, Studioleiter der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

©Manfred Bretz

"Der Walkman war einfach eine absolute Revolution. Das hat es vorher noch nie gegeben, dass man mobil Musik mitnehmen konnte", sagt Manfred Bretz.

Der Studioleiter der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat über 20 Jahre Berufserfahrung als Kameramann, Editor, Bildmischer und Teamleiter in TV-Studios, Outdoor Broadcasting und Post-Production. Derzeit betreut er das hochschuleigene Radio- und TV-Studio und bietet Studierenden so die Möglichkeit, selbst professionelle Audio- und Video-Inhalte zu produzieren.

 

Bild von Lars Zlotos

©Lars Zlotos

"Selbst im Kleinkindesalter war es toll die eigene Musik hören zu können. Es war mehr oder weniger ein Luxusgut", sagt Lars Zlotos (27), der mit dem Walkman aufgewachsen ist.

Mit einem ähnlichen Thema haben sich auch die beiden technikjournal-Autorinnen Marie Louise Franz und Jennifer Winter beschäftigt. In Ihrem Beitrag "Lebendige Sprache am laufenden Band" geht es um die Kompaktkassette.

Quellen

Teaserbild: Neo Preistoria exhibition (Milan 2016) von Sailko veröffentlicht auf Wikipedia unter CC BY 3.0

Bildquelle Grafik: Original Sony Walkman TPS-L2 from 1979 von Binarysequence veröffentlicht auf Wikipedia unter CC BY-SA 4.0, Discman von mpolla veröffentlicht auf Flickr unter CC BY-NC-DA 2.0, Sony MiniDisc Walkman MZ-R70 von Pelle Sten veröffentlicht auf Flickr unter CC BY 2.0, THE mp3 player, Michele M. F. veröffentlicht auf Flickr unter CC BY-SA 2.0, iPods and G5, Matthew Pearce veröffentlicht auf Flickr unter CC BY 2.0, Apple portable media von Carl Berkeley veröffentlicht auf Wikipedia unter CC BY-SA 2.0 // Grafik zusammengestellt von: Nathalie Fuchs

Nathalie Fuchs

Nathalie Fuchs

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