Hubspeicher Grafik

Hubspeicher: Energie Auf Abruf

Ein Prototyp eines Hubspeichers hat im schottischen Edinburgh einen erfolgreichen Probedurchlauf absolviert. In einem 15 Meter hohen Stahlgerüst werden zwei 25 Tonnen schwere Gewichte hinaufgezogen. Stromüberschüsse liefern die benötigte Energie dafür. Beim Herablassen der Gewichte wird ein Generator betrieben, der daraufhin für elf Sekunden bis zu 250 Kilowatt liefert.

Christian Tode, Professor für Innovationsökonomie an der H-BRS bestätigt den Nutzen der Technologie: "Falls unser Stromnetz an bestimmten Stellen Ausfälle hat, können Hubspeicherkraftwerke schnell einspringen. Damit wird der Stromkreis dann wieder stabilisiert." Besonders wichtig sei diese schnelle Überbrückung bei erneuerbaren Energiequellen wie Solar- oder Windkraftanlagen. Lässt der Wind nach oder verdunkeln Wolken den Himmel, springt spontan das Hubspeicherkraftwerk ein. Bei späteren Modellen sollen bereits vorhandene Schächte zum Beispiel aus stillgelegten Bergbauanlagen genutzt werden. Damit könnte eine noch größere Energiemenge kurzfristig zur Verfügung stehen.

// von Julian Schindler und Marcel Geitmann

Teaserbild: Visualisierung Hubspeicher // Erstellt von Julian Schindler

Die Autoren:

Marcel Geitmann

Julian Schindler

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